Im bundesweiten Pharma- und Medizintechnikdialog werden derzeit die Grundlagen für die neue Pharmastrategie erarbeitet. Die Ergebnisse bestimmen, wie wettbewerbsfähig, innovationsstark und resilient die Gesundheitsindustrie in Deutschland in den kommenden Jahren sein wird.
Beim Themenforum der Initiative Gesundheitsindustrie Hessen am 23. Februar 2026 haben Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Wissenschaft sowie den hessischen Ministerien für Gesundheit, Wirtschaft, Digitalisierung und Innovation die hessische Perspektive geschärft.
Dr. Ralf Norbert Bartelt, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, hob hervor, dass Versorgungssicherheit, Innovation und ein starker Produktionsstandort untrennbar zusammengehören. Kostenfragen würden bislang zu einseitig gestellt. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen müssten ebenso berücksichtigt werden wie der Wert von Innovation, insbesondere in der personalisierten Medizin, die als Zukunftschance für Hessen, Deutschland und Europa verstanden werden müsse.
Hessens zentrale Anliegen
Aus hessischer Sicht steht im Mittelpunkt, die Versorgungssicherheit zu stärken. Kritische Produktionskapazitäten und Wirkstoffe sollen strategisch in Europa gesichert werden. Falsch gesetzte Preisbildungsmechanismen erschweren den Marktzugang und wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Förderung von Innovation. Ein innovationfreundliches Ökosystem mit verlässlichen Rahmenbedingungen und gezielte Anreize für Forschung und Entwicklung sind die Voraussetzung.
Auch Digitalisierung und Datenräume spielen eine entscheidende Rolle. Ein modernes Datenökosystem, interoperable Systeme und durchgängig digitale Prozesse sind notwendig, um Forschung zu beschleunigen und den Standort wettbewerbsfähig zu halten.
Schließlich setzt sich die IGH für einen starken Standort ein. Dazu zählen resiliente Lieferketten, wirtschaftliche Planungssicherheit, industriepolitisch ausgerichtete Rahmenbedingungen und kluge Investitionsanreize, um Produktion und Wertschöpfung langfristig in Hessen, Deutschland und Europa zu sichern.
Die IGH bedankt sich bei allen Teilnehmenden aus Industrie, Wissenschaft und Politik für den intensiven Austausch.
